110 Jahre Frauenwohnhaus Basel

Seither 1909 unterstützt die Heilsarmee Frauen in Notsituationen. Aus Anlass des Jubiläums lädt die Heilsarmee zur Berichterstattung ein.

Das erste Wohnhaus befand sich im Hof hinter dem Heilsarmeesaal am Erasmusplatz. Die Hingabe, Aufopferung und Liebe der Heilssoldaten für die bedürftigen Menschen waren deutlich spürbar. Bereits damals war der Aufenthalt im Frauenwohnheim der erste Schritt zurück in ein neues Leben.

Umzug an die Frobenstrasse
1966 wurde ein neues Haus an der Frobenstrasse 20 bezogen. Dieses bot 46 Frauen Platz. Der Heilsarmee-Zeitschrift "Kriegsruf" vom April 1969 ist zu entnehmen, dass sich Durchgangsgäste aus 37 Ländern im Frauenwohnheim aufhielten. Daneben waren 34 Betten von Dauerpensionärinnen besetzt.

Erneuter Standortwechsel
Als sich die Sanierung der Liegenschaft aufdrängte, konnte die Heilsarmee ein Wohnhaus an der Alemannengasse 7 erwerben. Nach einigen baulichen Anpassungen konnte das Wohnhaus mit 37 Plätzen im März 2001 bezogen werden. 2011 musste die Bewohnerinnen wegen erneuter Sanierung vorübergehend an die Habsburgerstrasse umziehen. Nach einjähriger Umbauzeit stand das frisch renovierte Haus am 5. Oktober 2012 den Bewohnerinnen wieder zur Verfügung. Zusätzlich gab es nun zwei Studios mit Küche. Im Juni 2012 wurde das Frauenwohnheim in Wohnen für Frauen umbenannt, und seit dem 1. April 2017 heisst es Frauenwohnhaus.

Aktueller Auftrag
Heute nimmt das Wohnhaus Frauen auf, die wegen einer Wohnungsräumung oder einem Klinikaufenthalts von Wohnungslosigkeit betroffen sind. In einer ersten Phase geht es um die Stabilisierung der persönlichen und gesundheitlichen Situation und um die Stärkung des Selbstwerts. Aufgrund ihrer persönlichen Ressourcen entwickelt jede Bewohnerin zusammen mit Fachpersonen aus der Sozialpädagogik und der Pflege eine individuelle Perspektive. Mit diesen neuen Zielen soll die Bewohnerin lernen, ihre Lage realistisch einzuschätzen, selbst gesteckte Ziele zu erreichen und Unterstützung einzuholen, wo sie darauf angewiesen ist. Darüber hinaus verfügt das Frauenwohnhaus über zwei Notbetten für eine kostenlose Unterbringung obdachloser Frauen.

Zahlen
Das Frauenwohnhaus bietet heute 36 Frauen in 32 Einzel- und zwei Doppelzimmern Platz. 2019 hatte das Wohnhaus bisher eine durchschnittliche Belegung von 86.4 % sowie 9'333 Belegungstage. Zudem gab es 40 unentgeltliche Belegungstage von obdachlo-sen Frauen, welche über die Topfkollekte und Spenden finanziert werden.

Das Frauenwohnhaus beschäftigt 16 Mitarbeitende, erzielte 2018 mit einem Aufwand von CHF 1'689'558.70 einen Ertrag von CHF 1'556'568.14 und somit einen Verlust von CHF 132'990.56.

Standort: Heilsarmee Frauenwohnhaus | Alemannengasse 7 | 4058 Basel | wohnen-basel.heilsarmee.ch
Kontakt: Thomas Baumgartner, Gesamtleiter Heilsarmee Wohnen Basel | Tel. 061 666 66 71 | thomas.baumgartner@heilsarmee.ch

Gerne vermitteln wir Ihnen ein Interview mit dem Gesamtleiter, dem Bereichsleiter Betreuung oder einer Bewohnerin des Frauenwohnhauses.

 

Author: Thomas Baumgartner, Gesamtleiter Wohnen Basel