Ort des Lebens und der Geborgenheit

● Text und Video: Sébastien Goetschmann


 

Das Alters- und Pflegeheim (APS) Le Foyer ist ein Teil der Heilsarmee, deren Werte sich am christlichen Glauben orientieren. Und so wird der geistlichen Dimension besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Und zwar täglich, von der Ankunft eines Bewohners bis zu seiner Abreise.

Im Le Foyer haben allen Bewohner und Mitarbeiter zusammen eine institutionelle Arbeit geleistet, die zur Definition der folgenden Werte führte: Respekt, Sicherheit, Kommunikation, Freiheit, Würde und Vertrauen. Die Spiritualität wird gefördert, indem die Glaubensrichtungen und -praktiken der Einzelnen geachtet werden.

Dank einer Mitarbeiterin, die in geistlicher Begleitung spezialisiert ist, können die Bewohner individuelle und persönliche Lösungen suchen und erhalten die Begleitung, die sie wünschen. Genau dafür wurde diese Stelle geschaffen. Dank der Nähe zu den Mitgliedern der Heilsarmee kann im Hinblick auf den christlichen Glauben angemessen und unmittelbar reagiert werden. Falls gewünscht, kann jeder Bewohner freitags an den Gottesdiensten im Heim sowie sonntags an den Gottesdiensten im Korps (Gemeinde) teilnehmen, ohne dabei das Haus verlassen zu müssen. Das schafft einen echten Mehrwert.

Inwiefern ist es wichtig, die Personen auch am Ende des Lebens zu begleiten und zu pflegen?
Laurent Imhoff: Für mich ist absolut wichtig, jedem Menschen ein würdevolles Lebensende zu ermöglichen, ihn individuell zu begleiten und seine Einzigartigkeit zu bewahren. Mithilfe technischer und zwischenmenschlicher Kompetenzen sollte diese Begleitung dazu beitragen, dass Schmerz, Leid und Angst soweit auf ein Mindestmass reduziert werden. Wir streben danach, die menschliche Dimension ins Zentrum unserer Arbeit zu stellen und sie in den letzten Momenten des Lebens noch zu verstärken.

Ist ein APS ein «Ort des Lebens»?
Absolut. Das APS Le Foyer ist ein Ort, an dem Menschen leben, nämlich die Bewohner. Es wurde aufgebaut und entwickelt, um möglichst optimal auf die verschiedenen Bedürfnisse und Gewohnheiten des Einzelnen zu reagieren. Dieses Leben in der Gemeinschaft schafft Momente des Lachens, des Teilens, der Kameradschaft, der Freundschaft und sogar der Liebe. Wir bieten eine Reihe von Einzel- und Gruppenaktivitäten an und stillen durch den Austausch zwischen Bewohnern und Mitarbeitern ein Stück weit das Bedürfnis nach Geborgenheit. Manchmal gibt es auch Leid und Tränen, so wie es zu jedem Leben gehört. Wir bieten unsere Unterstützung an und versuchen, die Menschen in ihrer Not professionell und demütig zu begleiten. Wenn wir über Alters- und Pflegeheime sprechen, heben wir diese als Orte des Lebens hervor, die über Orten der Pflege, des Leidens und des Todes stehen. Ich denke, dass Fürsorge, Leid und Tod zu einem APS gehören, aber zum Glück gibt es auch den kulinarischen Genuss, Freude, Aktivitäten, Diskussionen, Freiheit in vielen Formen, Humor, Spiritualität, den reichen Austausch und auch alles andere, was ein menschliches Leben ausmacht. Solange all diese Elemente darin enthalten sind, können wir das  Ganze als einen Ort des Lebens bezeichnen.

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