Die Schweiz

Die Schweiz ist ein föderalistischer, demokratischer Staat im Herzen Europas. Sie entwickelte sich über Jahrhunderte aus einem Geflecht verschiedener Bündnisse über einen Staatenbund hin zum Bundesstaat.

Die Landesgrenzen und Neutralität der Schweiz wurden 1815 international festgelegt und anerkannt. Das politische System geht auf die Bundesverfassung von 1848 zurück. 

Der föderalistische Staat ist zwischen Bund, 26 Kantonen und 2'300 Gemeinden aufgeteilt. Die Macht ist auf Legislative, Exekutive und Judikative verteilt:

Der Bundesrat ist das ausführende Organ der Schweizerischen Eidgenossenschaft (Exekutive). Seine Mitglieder vertreten die wichtigsten politischen Parteien der Schweiz. Das Parlament (Legsilative) der Schweiz setzt sich aus zwei Kammern zusammen. Die Judikative umfasst das Bundesgericht, das oberste Gericht der Schweiz, sowie je ein Straf-, Verwaltungs- und Patentgericht.

Die direkte Demokratie ist eine der Besonderheiten des politischen Systems der Schweiz. Sie ermöglicht es dem Volk, sich zu Entscheiden des Bundesparlaments zu äussern oder Verfassungsänderungen vorzuschlagen.

Die Schweiz hat eine Mehrparteienregierung. Parteien sind für das Funktionieren der Demokratie unentbehrlich, tragen zur politischen Meinungsbildung bei und ergreifen Initiativen oder Referenden. Parteien unterscheiden sich in ihren Auffassungen von Staat, Gesell­schaft und Wirtschaft.

 

Quelle: Portal der Schweizer Regierung

Unsere Vielfalt

Die Menschen

In der Schweiz leben rund 8,2 Millionen Men­schen. Der Ausländeranteil beträgt 24%. 66% der auslän­dischen Bevölkerung stammen aus der EU. Den grössten Anteil machen Personen aus Italien (15%), Deutschland (15%) und Portugal (13%) aus. 15% kommen aus verschiedenen nichteuropäischen Staaten.

 

Die Sprachen

In der Schweiz gibt es vier Landessprachen: Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch. 64% der Bevölkerung spre­chen hauptsächlich Deutsch, 23% Französisch, 8% Italienisch und 0,5% Räto­romanisch. Auch andere Sprachen wie Englisch, Portugiesisch, Al­banisch (je ca. 3 bis 5%) werden in der Schweiz gesprochen.

Die Religion

71.5% der Menschen in der Schweiz bekennen sich zum christlichen Glauben. Muslimische und aus dem Islam hervorgegangene Gemeinschaften entsprechen 5% und jene der übrigen Religionen 1.5%. Der Anteil jener, die keiner Glaubensgemeinschaft angehören, beträgt 22% — er nimmt seit Jahren zu.

 

Quelle: Schweizerische Bundeskanzlei

Migration und die Schweiz

In der Geschichte der Schweiz gab es nicht nur Phasen der Zuwanderung sondern auch der Auswanderung. Zwischen 1400 und 1850 dienten viele Schweizer als Söldner in fremden Armeen. In der ersten Hälfte des 16.Jahrhunderts verliessen Schweizer das Land aus religiösen Gründen. Zwischen 1850 und 1910 wanderten fast eine halbe Million Schweizerinnen und Schweizer aus wirtschaftlichen Gründen aus. Ende 2015 lebten 761'930 Schweizer Bürger im Ausland (Bundesamt für Statistik).

Nach dem 2. Weltkrieg wanderten viele Arbeitskräfte (vorwiegend aus dem Süden Europas) in die Schweiz ein, weil die aufstrebende Wirtschaft eine grosse Nachfrage nach ihnen hatte. Heute sind rund 24% der Einwohner in der Schweiz Ausländer.

Quelle: Aspekte der Allgemeinbildung 2013/2014, Verlag Fuchs

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