Migrationsarbeit der Heilsarmee

Mit mehr als 50 Sozialinstitutionen und über 2‘000 Mitarbeitenden, ist die Heilsarmee ein wichtiger Player des Sozialbereichs in der Schweiz. Sie erbringt sie in verschiedenen Handlungsfeldern migrations- und integrationsrelevante Dienstleistungen. Die Heilsarmee Flüchtlingshilfe ist dabei ein Tätigkeitsbereich von Vielen. Diverse Einrichtungen des Sozialwerks ermöglichen je nach Bedürfnis, Alter und Geschlecht ein Zuhause, in dem hilfesuchende Menschen sich wohl fühlen können und gefördert werden. So bieten Notschlafstellen der Heilsarmee (Passantenheime) Personen ohne festen Wohnsitz eine vorübergehende Unterkunft in Mehrbettzimmern an. Projekte im Bereich Menschenhandel sowie Prostitution (RAHAB) unterstützen eine grosse Anzahl von betroffenen Personen mit Migrationshintergrund. Sozialdiakonische Angebote ergänzen die Dienstleistungen des Heilsarmee Sozialwerks.

Um einen Überblick über die Migrationsarbeit der Heilsarmee Schweiz zu verschaffen und das Angebot gemeinsam mit der Heilsarmee-Basis weiterzuentwickeln, fand am 19. Mai 2017 die erste heilsarmeeinterne Migrationskonferenz statt. Über 150 Personen nahmen teil und weitere 30 Personen waren an der Umsetzung beteiligt. Der Anlass ermutigte zur verstärkten Zusammenarbeit.

Stimmen zur Konferenz

Daniel Röthlisberger, Direktor des Heilsarmee Sozialwerks, teilte mit, dass er stolz auf die Arbeit der Heilsarmee im Migrationsbereich sei. „Ich bin überzeugt, dass hier was Grosses passiert ist. Ich kann mir wirklich vorstellen, dass die Heilsarmee für ein Thema und eine Menschengruppe Feuer gefangen hat, die bisher nur für ein paar Personen zugänglich waren.“ Pius Betschart, Vizedirektor des Schweizerischen Staatssekretariats für Migration, Direktionsbereich Asyl, betonte, dass die Heilsarmee eine Riesenerfahrung im Asylbereich besitze. „Die spontanen Gespräche wären für mich sehr aufschlussreich“, teilte er anschliessend mit. Auch Yves Bichsel, Generalsekretär der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern, unterstrich die Bedeutung der Heilsarmee bei der Integration von Menschen mit Fluchthintergrund. Franziska Bates-Sterckx, Mitglied des Korps Zürich, empfand den Anlass als eine Ermutigung für ihr freiwilliges Engagement im Korps mit dem Integrationsprojekt «Coffee & Conversation»: „Herzlichen Dank für die tolle Tagung. Es war sehr interessant zu sehen, was in der Heilsarmee an Flüchtlingsarbeit geschieht. Ich bin tief beeindruckt, sehr berührt und bereichert nach Hause gereist. Ich nehme für Coffee & Conversation viele neue Impulse mit.“

Ro­land Stett­ler, Fach­arzt für Psych­ia­trie und Psy­cho­the­ra­pie, be­ant­wor­tet Fra­gen rund um sei­nen Work­shop an der Mi­gra­ti­ons­kon­fe­renz: http://info.heilsarmee.ch/node/1069