Imran aus Bangladesch

Asien

Die Heilsarmee unterstützt Projekte in insgesamt fünf asiatischen Ländern und verbessert damit die Lebensqualität von rund 50 000 Menschen.  

Unsere Projekte in Asien

Die Heilsarmee unterstützt Projekte in insgesamt fünf asiatischen Ländern und verbessert damit die Lebensqualität von rund 50 000 Menschen. Die Schwerpunkte liegen bei der Stärkung des Lebensunterhalts sowie im Gesundheitsbereich. Mikrokredite helfen den Menschen, den Sprung in den Arbeitsmarkt zu schaffen und ihr Einkommen zu sichern. In ausgewählten Gemeinden verbessert die Heilsarmee, in enger Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung, dringend benötigte Strukturen, zum Beispiel Gesundheitsversorgung. Zusätzlich unterstützt sie auf den Philippinen hilfsbedürftige Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben.

Parvez aus Bangladesch erhielt Hilfe von der Heilsarmee

Lepraerkrankten Hoffnung schenken

Vom Aussätzigen zu einem Leben in Würde mit eigenem Einkommen: Die Geschichte von Parvez aus Bangladesch

Ein Heilsarmee-Projekt in Bangladesch setzt sich für Leprakranke ein. Sie erhalten Hilfsmittel wie Spezialschuhe oder Gehhilfen und können sogar eine Aus- oder Weiterbildung machen. Aufgrund ihrer Krankheit bleibt ihnen das sonst oft verwehrt. Dank einem Mikrokredit, wie Parvez ihn für seine Rikscha erhalten hat, können sie wieder für sich und ihre Familien sorgen.

Als Brückenbauer hilft die Heilsarmee Leprakranken, ihre Würde zurückzugewinnen. Mit Hilfegruppen erhalten die Betroffenen eine Stimme: Sie können die lokale Bevölkerung über ihre Krankheit aufklären und für ihre Not sensibilisieren.

Lesen Sie in der Bildstrecke die Geschichte von Parvez. Einst Aussätziger, lebt er heute dank dem Projekt ein Leben in Würde und kann für seine Familie aufkommen.

Parvez aus Bangladesch erhielt Hilfe von der Heilsarmee

Die Geschichte von Parvez aus Bangladesch

«Um Arbeit zu finden, musste ich mein kleines Heimatdorf verlassen. Doch auch in der Hauptstadt Dhaka hatte ich keine Chance. Meine Hände und Beine sind von meiner Krankheit so stark angegriffen, dass ich sie kaum benutzen kann. Bereits mit 34 Jahren fühlte ich mich wie ein Greis. Das Dorf wollte mich nicht mehr haben – ich war ein Aussätziger und wurde gemieden.»

Parvez aus Bangladesch erhielt Hilfe von der Heilsarmee

Die Geschichte von Parvez aus Bangladesch

«Heute weiss ich, dass die Krankheit Lepra heisst und mich immer mehr zum Krüppel macht. Lepra zwang mich, auf der Strasse um Geld zu betteln. Ich hatte nur einen Antrieb: für meine Frau und meine Tochter zu sorgen. Doch es reichte hinten und vorne nicht. Ich fühlte mich wertlos und wusste keinen Ausweg mehr. Bis mich eines Tages ein Fremder auf der Strasse ansprach.»

Parvez aus Bangladesch erhielt Hilfe von der Heilsarmee

«Mit den neuen Schuhen kam meine Hoffnung zurück»

«Er erzählte mir, dass er früher selbst an Lepra erkrankt gewesen war. In der Klinik der Heilsarmee habe er damals Hilfe erhalten. Endlich hatte ich einen Hoffnungsschimmer! Und der Mann bot mir sogar an, mich in diese Klinik zu bringen. Dort angekommen nahm mich die Heilsarmee wohlwollend auf. Ich wurde gleich untersucht und begann eine Therapie. Zudem erhielt ich Schuhe, die mir endlich wieder passten – eine Wohltat für meine Füsse!»

Parvez aus Bangladesch erhielt Hilfe von der Heilsarmee

«Mit den neuen Schuhen kam meine Hoffnung zurück»

«Von Tag zu Tag schöpfte ich wieder neue Hoffnung und lernte, mit meiner Krankheit umzugehen. Denn die Heilsarmee zeigte mir Wege, wie ich trotz meiner Einschränkungen wieder eine Aufgabe bekommen konnte. Dank einem Mikrokredit als Starthilfe konnte ich mir eine Rikscha kaufen. Daraus ist mein Geschäft entstanden: Ich vermiete die Rikscha. Endlich kann ich meiner Familie wieder etwas zu essen kaufen und sogar das Schulgeld für meine Tochter bezahlen.»

Parvez aus Bangladesch erhielt Hilfe von der Heilsarmee

«Ich will anderen Mut machen»

«Ich freue mich, dass ich heute auch anderen helfen kann. Es gibt eine Hilfegruppe für Leprapatienten, die Teil des Heilsarmee-Projekts in Dhaka ist. In dieser Gruppe erzähle ich von meinem Schicksal und wie ich heute lebe. Ich will anderen mit meiner Geschichte Mut machen. Denn Leprakranke haben oft Angst, sich untersuchen zu lassen und ausgestossen zu werden. Das will ich ändern!»