Fr
11
Mai
2012
Foto: flickr.com / vasile23
Die Werbeslogans „Wir retten auch dort, wo sonst keiner hinkommt“ (Rega) und „Wir holen dich da raus“ (Nachtbus Region Bern) machen deutlich, dass der Mensch immer wieder in Notlagen gerät; Situationen, die er aus eigener Kraft nicht bewältigen kann. Nöte in der Familie, an der Arbeit, Nöte mit sich selbst. Gut, dass es Organisationen gibt, die Hilfe anbieten. Gut, wenn Menschen bereit sind, einander beizustehen. Doch da ist ein Grösserer, der helfen will: Gott. Seit Jahrtausenden erlebt der Mensch, wie Gott rettet und rausholt. Gott schenkt Kraft in der Schwachheit, Weisheit in schwierigen Situationen und er führt uns aus Dunkel und Elend ans Licht. Rechnen wir mit Gott und vertrauen wir seinem Wort: „Ich habe das Elend meines Volkes gesehen …. Ich kenne ihr Leid. Ich bin herabgekommen, um sie hinauszuführen“ (Die Bibel, 2. Mose 3, 7).
Elsbeth Cachelin
Di
17
Apr
2012
Foto: flickr.com / John Wesley Barker
Onkel, Cousin, Schwester – auf die Verwandtschaftsgrade, die wir tragen, haben wir keinen Einfluss. Wie viele sehnen sich zum Beispiel danach, Eltern zu sein. Andere Grade lassen gleichgültig oder sind verpönt – denken wir nur an die Schwiegermutter. Wir haben allenfalls die Wahl, Ehefrau oder -mann zu werden.
Doch ein Verwandtschaftsgrad steht ausnahmslos allen offen: Kind Gottes. – Es ist eine Wahlverwandtschaft: Wer sich für Jesus Christus entscheidet, ihn in Herz und Leben aufnimmt, ihm vertraut, wird Kind Gottes. Diese Beziehung gibt Geborgenheit und Erfüllung. Denn wer sie wählt, ist mit seinem ganzen Wesen von Gott angenommen, begleitet, geliebt.
Gott wünscht sich, dass wir zu seinen Kindern werden, ihm vertrauen, mit ihm rechnen. Und er will sich wie ein liebevoller Vater, eine liebevolle Mutter um uns kümmern, Tag für Tag. Im Leben wie im Sterben.
Elsbeth Cachelin
Do
08
Mär
2012
Zur Abstimmung vom 11. März kommt mir eine Bibelstelle in den Sinn. Im Johannesevangelium sagt Jesus zu seinen Jüngern (14,2-3): „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen… Und wenn ich einen Platz für euch vorbereitet habe, werde ich wieder kommen und euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.“
Entscheidungen, die wir an der Urne treffen, haben Folgen. Deshalb wäge ich sorgfältig ab, bevor ich ein „Ja“ oder ein „Nein“ einlege. Sind wir uns aber auch bewusst, dass es während unseres Lebens Entscheidungen zu treffen gilt, die noch viel weitreichendere Konsequenzen haben? Solche, die über diese Welt und unseren Tod hinausgehen?
Der Zweitwohnungsbau betrifft Einträge ins amtliche Grundbuch. Mein Entscheid bezüglich der Einladung von Jesus hat im übertragenen Sinn mit dem Eintrag ins himmlische „Buch des Lebens“ zu tun (siehe Bibel, Offenbarung 3,5). Von diesem Angebot, einmal bei meinem Gott und Erlöser zuhause zu sein, muss ich nicht mehr überzeugt werden. In dieser Frage habe ich Gott schon mit einem bewussten „Ja gerne!“ meines Herzens geantwortet. Und Sie?
David Künzi, Heilsarmeeoffizier in Davos
flickr / Simon Bonaventure
Fr
10
Feb
2012
flickr, two roses
Das Leben macht uns zu Suchenden. Wir suchen die Schlüssel, Freunde, Hoffnung, Hilfe, Halt …
Auch Gott ist ein Suchender. Bereits auf den ersten Seiten der Bibel stellt er Adam die Frage: „Wo bist du?“ Gott erwartet in der Antwort keine Ortsangabe, sondern möchte wissen, weshalb sich
Adam vor ihm versteckt.
Im Neuen Testament sucht Jesus, der gute Hirte, das eine Schaf, das weggelaufen ist: Gott geht dem Einzelnen nach, weil er das Verlorengehen verhindern will – verloren gehen in Verzweiflung,
Schuld, Sinnlosigkeit. Aus Liebe zu uns Menschen will Gott als guter Hirte auch über unserem Leben wachen, in guten und schweren Zeiten; er möchte an unserem Leben teilhaben, uns begleiten, unser
Gegenüber sein. Und Gott sucht uns, um uns das Viele zu geben, das wir suchen: In ihm finden wir Hoffnung, Hilfe und Halt, die wir im Leben so nötig haben.
Elsbeth Cachelin
Do
12
Jan
2012
Mit welchen Hoffnungen sind Sie ins neue Jahr gestartet? Mit welchen Träumen und Wünschen? In der Bibel steht die wunderbare Zusage: „Freue dich über den Herrn; er wird dir alles geben, was du dir von Herzen wünschst.“ (Die Bibel, Psalm 37,4).
Beim Lesen der biblischen Geschichten wird jedoch deutlich, dass Gott nicht jeden Wunsch erfüllte und manches Gebet (scheinbar) nicht erhörte. Weshalb? Ich glaube darum, weil Gott weiter sieht als wir Menschen. Manchmal erfüllt Gott unsere Wünsche nicht, weil er etwas Besseres mit uns vorhat. Ruth Graham, die Ehefrau des Evangelisten Billy Graham, sagte mal: „Gott hat meine Gebete nicht immer erhört. Hätte er das getan, dann hätte ich den Falschen geheiratet – mehrfach!‘ Und der Theologe Dietrich Bonhoeffer, der kurz vor Kriegsende ermordet wurde, schrieb: „Es gibt erfülltes Leben trotz vieler unerfüllter Wünsche!“
Solch erfülltes Leben wünsche ich Ihnen – auch wenn nicht jeder Ihrer Herzenswünsche in Erfüllung gehen wird.
Marian Künzi, Heilsarmeeoffizierin in Davos
Do
22
Dez
2011
Die Tage werden kürzer, die Nächte länger. Nicht immer ist es einfach, die Dunkelheit auszuhalten, das Dunkle in mir, das Dunkle in der Welt.
Foto: Heilsarmee, Monika Iseli
Die Weihnachtszeit vermag nicht alles hell zu machen, längst nicht alles glänzt und glitzert. Viele leben im Dunkeln, im Schatten der Angst. Da streiten Familien. Da verzweifeln einsame Menschen. Da nimmt der Krieg kein Ende. Da sind keine Engel mit süssem Gesang, kein holder Knabe in lockigem Haar – sondern Brutalität, Entsetzen, Trauer und Resignation.
Sie ist zwar alt, die Bibelbotschaft aus Jesaja 9: Das Volk, das im Finstern lebt, sieht ein grosses Licht, hell strahlt es auf über denen, die ohne Hoffnung sind. Sie gilt uns, heute, in der Weihnachtszeit des Jahres 2011. Es war Nacht, als der Himmel sich öffnete. Aber die Hirten erlebten in der Dunkelheit das grösste Geheimnis, das die Welt je erfuhr. Mitten in der Nacht wurde Gott in Jesus Christus als Mensch geboren.
Mitten in der Dunkelheit leuchtete die Hoffnung auf, dass alles anders werden kann. Über uns will sich heute der Himmel öffnen. Das Licht will uns berühren mitten in unsern dunklen Erfahrungen. Die frohe Botschaft von Weihnachten will unsere Herzen erreichen: „Fürchtet euch nicht. Ich bringe euch die grösste Freude für alle Menschen. Heute ist für euch der lang ersehnte Retter zur Welt gekommen.“ (Die Bibel, Lukas 2, 11)
Ursula Dollé,
Heilsarmeeoffizierin
Di
29
Nov
2011
„Wir machen den Weg frei“, so der vielversprechende Werbespruch einer Bank. Wege sind Möglichkeiten, Wege sind Verbindungen. Wege sind Angebote. Ohne Weg ist das Ziel nicht zu erreichen. Einige sagen sogar, der Weg sei das Ziel! Es gibt verschiedenste Wege: lange und kurze, breite und schmale. Wir kennen Gehwege und Gartenwege, Ortsstrassen, Hauptstrassen und Autobahnen. Die Zuständigkeiten für die einzelnen Wege oder Strassen sind genau aufgeteilt auf Privatpersonen, Gemeinden, Kantone oder den Bund. Für den Weg zu Gott liegt die Zuständigkeit bei Gott selber. Er hat diesen Weg gebahnt und kommt in der Gestalt von Jesus Christus auf diesem Weg zu uns. Advent heisst Ankunft! Ankunft Gottes bei uns!
Marian Künzi, Heilsarmeeoffizierin in Davos