Gefängnisdienst

Seit knapp 100 Jahren besucht die Heilsarmee Menschen in Haft. "Wir wollen denen ein Freund sein, die keine Freunde mehr haben."

Das sagt Heilsarmeeoffizierin Hedy Brenner vom Gefängnisdienst. Der Heilsarmee Gefängnisdienst hört zu, spendet tröstende Worte oder betet mit ihnen. Sie berät bei Rechtsfragen und bereitet die Zeit nach der Entlassung vor. Sie verteilt Literatur und Bibeln in zahlreichen Sprachen. Und das rund 1500 Mal im Jahr, in der Deutschschweiz wie in der Westschweiz.

Besonders an Weihnachten ist die Heilsarmee hinter Gittern – mit vielen freiwilligen Helfern: Sie feiert und singt mit den Häftlingen und verteilt kleine Geschenke. Selbstgestrickte Socken, Schokolade, Lebkuchen - nicht selten ermöglicht die Heilsarmee so, dass die Häftlinge selbst teilen und etwas weiter verschenken können. Die Gaben verpacken übrigens die Bewohner des Heilsarmee-Wohnheims Hasenberg in Waldkirch (SG) liebevoll in Geschenktüten.

Nach Wunsch begleitet der Gefängnisdienst Menschen auch nach ihrer Entlassung. Und in besonderen Situationen leistet die Heilsarmee praktische Hilfe für Inhaftierte und ihre Familien. Die jüngste Herausforderung: Ein vor kurzem lanciertes Angehörigenprojekt widmet sich der Begleitung der Familien von Inhaftierten.

Begleitdienst für Angehörige

Ein Familienmitglied oder eine nahestehende Person im Gefängnis zu haben, kann im Leben belastende Situationen hervorrufen. Mit "Angehört" betreibt die Heilsarmee einen Begleitdienst für Angehörige von Gefängnisinsassen.

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