Mi
01
Feb
2012
Die Heilsarmee reagiert auf die angebrochene Kältewelle und stellt weitere Schlafmöglichkeiten bereit.
Foto: ZVG
In der Notschlafstelle im Open Heart Zürich können normalerweise neun Personen übernachten. „Mit der angekündigten Kälte wird die Nachfrage nach Schlafplätzen im Warmen steigen. Das Open Heart stellt deshalb zusätzliche Matratzen und Decken bereit. Das Lokal ist von Dienstag bis Donnerstag ab 16 Uhr und auch am Sonntag punktuell, je nach Bedarf, offen“, sagt Majorin Pia Sommer vom Open Heart. Sie weist ausserdem auf die Caféteria des Wohnheims in der Molkenstrasse 6 in Zürich hin. Dort können Menschen tagsüber einen warmen Platz finden.
Auch in der Romandie sind die Unterkünfte vorbereitet. Kapitänin Agnès Wahli, Leiterin der Notschlafstelle in Genf, bestätigt, dass in der Unterkunft so viele Personen wie möglich aufgenommen werden. Es sei während dieser speziellen Kältewelle zudem möglich, den Aufenthalt zu verlängern. Normalerweise darf eine Person höchstens zehn Tage bleiben. Sollte die Kälte länger andauern als vorausgesagt, denkt die Leiterin der Notschlafstelle darüber nach, die Türen bereits früher am Tag zu öffnen. In den Wintermonaten (noch bis Ende April) können Bedürftige vor Ort auch eine warme Mahlzeit erhalten.
Sollte es in der Heilsarmeeeinrichtung nicht genug Schlafplätze geben, schickt Kapitänin Agnès Wahli Schutzsuchende in den städtischen Zivilschutz. Dort sind 80 Schlafplätze zusätzlich eingerichtet. Bis zu 280 Betten stehen bereit.
Für weitere Auskünfte über freie Betten während der Kältezeit erkundigen Sie sich in Ihrem Ort über Notschlafstellen bei der Heilsarmee.
Wollen Sie mehr über die Notschlafstellen der Heilsarmee erfahren? Unser Redaktor Sébastien Goetschmann hat sich die Einrichtung in Genf angesehen. Lesen Sie die ganze Reportage in der nächsten Ausgabe des „Dialog“.