Do
22
Dez
2011
Die Tage werden kürzer, die Nächte länger. Nicht immer ist es einfach, die Dunkelheit auszuhalten, das Dunkle in mir, das Dunkle in der Welt.
Die Weihnachtszeit vermag nicht alles hell zu machen, längst nicht alles glänzt und glitzert. Viele leben im Dunkeln, im Schatten der Angst. Da streiten Familien. Da verzweifeln einsame Menschen. Da nimmt der Krieg kein Ende. Da sind keine Engel mit süssem Gesang, kein holder Knabe in lockigem Haar – sondern Brutalität, Entsetzen, Trauer und Resignation.
Sie ist zwar alt, die Bibelbotschaft aus Jesaja 9: Das Volk, das im Finstern lebt, sieht ein grosses Licht, hell strahlt es auf über denen, die ohne Hoffnung sind. Sie gilt uns, heute, in der Weihnachtszeit des Jahres 2011. Es war Nacht, als der Himmel sich öffnete. Aber die Hirten erlebten in der Dunkelheit das grösste Geheimnis, das die Welt je erfuhr. Mitten in der Nacht wurde Gott in Jesus Christus als Mensch geboren.
Mitten in der Dunkelheit leuchtete die Hoffnung auf, dass alles anders werden kann. Über uns will sich heute der Himmel öffnen. Das Licht will uns berühren mitten in unsern dunklen Erfahrungen. Die frohe Botschaft von Weihnachten will unsere Herzen erreichen: „Fürchtet euch nicht. Ich bringe euch die grösste Freude für alle Menschen. Heute ist für euch der lang ersehnte Retter zur Welt gekommen.“ (Die Bibel, Lukas 2, 11)
Ursula Dollé,
Heilsarmeeoffizierin
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