Mo
19
Dez
2011
Keine Frage: Die Heilsarmee ist in der Adventszeit sichtbar und hörbar. Dies spiegelt sich auch in der Presse wieder. Schweizweit steht dabei neben den auffälligen Plakaten die Topfkollekte im Vordergrund.
Foto: Monika Iseli
Der Bund schreibt über die Heilsarmee als Organisation mit fest etabliertem guten Ruf: Im Artikel „Warum die altmodische Heilsarmee so modern ist“ fragt er, ob es überhaupt Weihnachten würde, wenn die Heilsarmee nicht in Berns Gassen spielte (Antwort: Kaum vorstellbar). Die Zeitung aus Bern hebt dabei hervor, dass die Heilsarmee deswegen so auffällt, weil sie trotz altmodischer Uniformen hohes Ansehen in der Gesellschaft geniesst, denn „die Heilsarmee ist erkennbar, lesbar, ein „Brand“.“ Weiter zitiert Der Bund Bernhard Wittwer, Divisionschef der Heilsarmee-Region Bern, der sich immer wieder unter Leuten bewege, bei denen das „Herumschnüffeln“ nicht erwünscht ist. Aber, so Wittwer, „der Heilsarmee geschieht nichts. Man kennt sie.“
Die Berner Zeitung geht im Artikel „Zwischen Mission und Nächstenliebe“ vor allem auf die Sänger ein, die der Kälte trotzen und am Topf in den Strassen musizieren. Zwei Drittel von ihnen seien keine Heilssoldaten, sondern Freiwillige, die mit der Heilsarmee sympathisieren. Im Porträt der BZ wird Heidi Mathez vorgestellt. Sie ist Mitglied im Freundeskreis der Heilsarmee und singt schon seit drei Jahren mit den Salutisten. Ihr Motiv: Den Menschen den wahren Sinn von Weihnachten näherbringen, nämlich die Geburt von Jesus Christus. Um die Passanten mit Musik zu erreichen, die sie anspricht, seien neben Weihnachts- auch moderne Lieder zu hören, zum Beispiel Stücke aus Musicals. Aber, so die Berner Zeitung, „Der Hintergrund bleibt der Gleiche. Die Texte sind stets christlich.“
Der Landbote in Winterthur betont den direkten Einsatz der Spenden für lokale Projekte im Artikel „Glauben, Handeln und Spenden sammeln“. Eines dieser Projekte sei die „Christliche Anlaufstelle für Soziale Anliegen, die Menschen kostenlose Hilfe und Unterstützung anbietet.“ Jährlich zählt die Stelle in Winterthur 1000 Hilfesuchende. Der Landbote schreibt über die Salutisten: „Bei Passanten stossen sie auf Sympathie und so mancher öffnet bereitwillig sein Portemonnaie.“ Das freue Daniel Imboden, Gemeindeleiter der Heilsarmee Winterthur: „ Wir werden Jahr für Jahr von der Winterthurer Bevölkerung grosszügig unterstützt“, zitiert der Landbote.